Was Salesforce sich vom Kauf von Slack erwarten kann

28 Milliarden bietet Salesforce für den Business-Chat Dienst Slack. Und das, obwohl die Aktie von Slack nach dem Börsengang nie abgehoben hat.

Warum kauft Salesforce dennoch die Messaging Plattform? Hintergrund können zwei Überlegungen sein:

 

1. Zugang zu neuen Usern

Salesforce erhält durch den Kauf den Zugang zu einer Vielzahl an Nutzern. Dadurch kann der CRM Anbieter eine neue Kundenzielgruppe erschließen. Dann wäre die Ansprache über die Marke Slack sehr einfach möglich. Es ist zu erwarten das Salesforce vor allem auch für die kleineren Unternehmen, welche Slack bereits nutzen, eine kostengünstigere und abgespeckte Version ihrer Toollandschaft anbieten wird.

Für Slack ist die anstehende Akquisition ein große Chance. Die aktiven Userzahlen haben in den letzten Monaten nicht den Uplift bekommen, wie es bei anderen Tools durch Corona passiert ist. Microsoft Teams kann mittlerweile 115 Millionen täglich-aktive User verzeichnen, wohin Slack nur mit 10 Millionen pro Tag gegenhalten kann. Wenn nun alle Salesforce User auch automatisch Slack nutzen, ist das für die Marke und das Tool eine große Chance wieder Fahrt aufzunehmen.

 

2. Offenes Ökosystem mit vielen Partnern

Slack setzte sehr früh auf ein offenes Ökosystem, und so kann man an die Chatlösung eine Vielzahl an Tools direkt anbinden. Es werden Tasks und To-dos aus anderen Tools direkt in die Konversationen eingespielt. Auch kann man Umfragen bis hin zu ganzen Design Reviews in Realtime einfach umsetze.

Für Salesforce bedeutet, dass eine große Spielwiese zu bekommen. Hiermit könnte das CRM mit spannenden Informationen direkt befüllt werden und alle Konversationen aus Chats direkt bei den Kundeneinträgen angezeigt werden. Darüber hinaus können auch Status aus anderen Projektmanagementtools oder Ähnliches bei den passenden Einträgen erscheinen. Dadurch ermöglicht das CRM-Tool einen noch größeren Überblick darüber was beim Kunden oder intern passiert.

 

Was in Zukunft die zwei Unternehmen nun wirklich gestalten werden, wird erst handfester im Frühjahr. Anfang 2021 soll die Akquisition stattfinden. Ein Mann kann sich jedoch jetzt bereits freuen. Slack Gründer Stewart Butterfield hält immerhin noch 18% der Unternehmensanteile, welche ihm dann ziemlich sicher ausbezahlt werden.

 

Beitragsbild: Photo by Scott Webb on Unsplash

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