Diese 5 Marketingtrends darfst du 2021 nicht verpassen

Es ist Jahresende und ich frage mich wie jedes Jahr: Was werden die 5 Marketingtrends in 2021 sein?

Die Antwort ist geprägt durch die außergewöhnlichen Umstände. Die 5 Marketingtrends in 2021 werden daher verstärkt auf Menschlichkeit bei den Inhalten und der Ansprache, Personalisierung der Customer Journeys, das Position Zero Konzept, Short-Form-Videocontent und Shoppable Posts sein.

Menschlichkeit

Seitdem die Corona Krise die Menschen verstärkt verunsichert und isoliert hat, haben Unternehmen in ihrer Kommunikation sehr stark auf persönliche Ansprachen gesetzt. Die emotionale Komponente wurde besonders am Anfang in den Vordergrund gestellt. Im Laufe der Monate hat sich das als eine wertvolle Strategie erwiesen. Kunden wollen von Unternehmen verstanden und ihre realen Probleme sollen von ihnen gelöst werden. Der Fokus verstärkt sich auf vorhandene Themen anstatt neue künstlich Nachfrage zu erzeugen.

Besonders wichtig ist bei dieser Kommunikation das wertebasierte arbeiten mit den Inhalten. Tritt ein Unternehmen mit Werten auf, welche eindeutig nur für die Emotionalisierung genutzt werden, fällt dies auf. Das führt dann sehr rasch zu negativen Effekten anstelle von Identifikation der Kunden mit der Marke.

Personalisierung

Wie bereits in den letzten Jahren, wird sich der Trend der Personalisierung fortsetzen. Die größten Hürden beim Thema Datenschutz wurden überwunden und Marketeers verstehen welche Daten genutzt werden können. Personalisierung ist besonders im Rahmen der neuen Umstände besonders wichtig. Immer mehr Unternehmen haben den digitalen Raum für sich und ihre Werbung entdeckt. Daher herrscht eine erhöhte Nachfrage bei nahezu gleichbleibender Anzahl an Konsumenten. Wer sich hier im Dschungel der Werbebanner wie ein bunter Pfau herausblitzen lassen will, sollte weg vom Standard gehen.

Da besonders eCommerce verstärkt genutzt wird, sind Remarketing Banner mit integrierten Shopfeeds, sowie Storytelling Bannersets essentiell. Im Bereich der Imagewerbung zeigte Spotify zum Jahresabschluss mit Spotify Wrapped wie es funktionieren kann. Mit persönlichen Statistiken zum Hörverhalten aus 2020 und daraus resultierenden Playlists schafft Spotify ein einzigartiges Erlebnis. Der besondere Faktor daran: User teilen die Inhalte auf ihren Social Media Profilen um sie anderen zu zeigen. Somit hat Spotify nicht nur eine Kampagne für Bestandskunden gemacht, sondern diese auch noch zu User Generated Content motiviert.

 

 

Position Zero

Wer selbst eine Website betreut oder schon Mal versucht hat Inhalte auf Google möglichst weit nach oben zu bekommen, weiß wie schwierig das sein kann. Seit einiger Zeit hat Google aber noch einen größeren Anreiz dafür gebracht. Mit dem sogenannten Position Zero Prinzip ist es besonders attraktiv seine Inhalte auf der Website für Google aufzubereiten.

Das sogenannte Google „Feature Snippet“ ermöglicht es Nutzern von Google, Inhalte von Websites zu sehen ohne diese zu besuchen. Dadurch entstehen in der Suchmaschine immer mehr One Stop Interaktionen. Wenn der Kunde bereits in einem Snippet alle Informationen gefunden hat, ist es nicht notwendig eine Website dafür aufzusuchen. Das passiert vor allem sehr oft wenn man eine Frage googelt. Ein besonderer Vorteil ist, dass der Google Assistent oft diese Snippets auch vorliest wenn man diesem Fragen stellt. Es lohnt sich daher auf Position Zero zu optimieren.

 

 

Short-Form-Videocontent

2020 ist das Jahr in dem TikTok die breite Masse in Europa erreicht hat. Was auf der Plattform besonders auffällt sind die sehr kurz gehaltenten Videoformate. Oftmals mit viel Aufwand produziert, jedoch immer in einer sehr kurzen Zeitspanne dargestellt. Dieser Short-Video-Content zeigt einen Trend bei der Generation Z auf. Diese User nutzen hauptsächlich nur noch Videoformate auf Social Media und das meistens in sehr kurzen Formen. Storys und Short-Video-Content ist daher in 2021 ein absolutes Muss für alle Marken. Aber Achtung: Wenn die Videolänge kürzer wird, ist es umso schwerer seine Inhalte gut rüber zu bekommen. Hier zahlt es sich aus mit Experten zusammenzuarbeiten die dieses Format verstehen.

Als zweiten Trend im Bereich Video wird man 2021 besonders stark das Remixing Format sehen. Social Media Plattformen bieten bereits einfache Möglichkeiten an um bereits vorhandenen Videoinhalt abzuspielen und sein eigenes Video dazu zu geben. Das selbe funktioniert auch mit Audio, wodurch sehr viele neue Videos mit hohem Wiedererkennungswert entstehen. Als Marke kann man das gezielt für sich nutzen. Wenn man in der Konzeption bereits das Wiederverwerten des Inhalts durch User mitdenkt, können tolle Reichweitenhebel entstehen.

Shoppable Posts

Wer kennt es nicht: Ein Influencer zeigt in seiner Story ein neues Kleidungsstück oder ein tolles neues Produkt. Natürlich wird dieses Produkt empfohlen und auch verlinkt. Durch Affiliate Links sichert diese Methode Influencern ihr Einkommen und es ist bereits branchenüblich solche Kooperationen zu machen. Instagram hat diese Möglichkeiten natürlich verstanden und baut immer mehr die Shoppable Post Funktion aus. So kann man durch einen Klick auf Instagram bereits den Webshop einer Marke aufrufen und direkt kaufen (wenn Facebook meine Kreditkartendaten kennt). Wenn man selbst einen ganzen Onlineshop haben will, so bietet Facebook nun mittlerweile auch schon Facebook Webshops an.

Da TikTok sich immer größerer Beliebtheit erfreut haben auch diese eine Shop Now Funktion hinzugefügt. Die ersten Teleshopping ähnlichen Videos und TikTok Kanäle gibt es bereits. Man kann also gespannt sein, ob in Zukunft die Gen Z nur noch über Social Media einkaufen wird, oder ob Retail und Amazon stark genug dagegenhalten können. Facebook und TikTok haben auf jeden Fall die Marschrichtung klar vorgegeben.

Es gibt natürlich noch eine Vielzahl an weiteren Trends die hier nicht aufgeführt sind. Ich habe diese 5 Marketingtrends in 2021 als besonders wichtig gefunden, da sie einen klaren Trend in 2020 bereits aufgezeigt haben. Wenn du andere Trends noch siehst, freue ich mich über eine Nachricht auf LinkedIn.

 

Beitragsbild: Photo by JOSHUA COLEMAN on Unsplash

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